Über das Projekt „Drawing (on) the city“

Urban Sketching im Kontext der Stadtentwicklung zwischen Stuttgart und Tiflis

„Drawing (on) the city“ – Zeichnen als praktizierte Urbanistik

 

Was ist Urban Sketching?

Urban Sketching ist der Name für eine Praxis des Zeichnens, bei der die Zeichnenden – oft in der Gruppe – ihre Umwelt dokumentarisch abbilden. Die Zeichnungen entstehen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Präsentiert werden die Ergebnisse online auf einer Vielzahl von Blogs, Websites und in Sozialen Medien. Eine Vernetzung von Interessierten findet so weltweit statt. Dass dabei der Schwerpunkt auf urbanen Räumen liegt, ist schon im Namen angelegt. Die „Urban Sketchers“ sind in einem Non-Profit-Verband organisiert, es gibt lokale Gruppen in vielen Städten weltweit und eine Vielzahl von Online-Platformen.

Urban Sketching Festival Stuttgart 2017 – „Drawing (on) the city“ 

Kulturaustasch – 2016 resien Stuttgarter Zeichner für eine Woche nach Tiflis und Georgien. 2017 fand der Gegenbesuch georgischer Zeichner vom 2.-9. Juli statt, der Anlass für eine Veranstaltungsreihe gab. Höhepunkt war die gemeinsame Ausstellung in der Kulturinsel im Rahmen des Bad Cannstatter Kulturmenüs.

Eine Serie von SketchCrawls – Zeichenexkursionen, die allen interessierten Stuttgartern offen stand, würde von Führungen und Talks begleitet. Das Angebot war für alle spontanen Mitzeichner – mit Ausnahme von Eintrittsgeldern und Nahverkehr – kostenfrei.

Die Schwerpunkte der Veranstalungsreihe waren dabei die Themen, die auch 2016 in Tiflis im Mittelpunkt standen, nun aber im Stuttgarter Kontext. Gelegenheit zum ausführlichen Austausch bot sich während des gemeinsamen Zeichnens in der Stadt.

 

Ausstellung im Rahmen des Bad Cannstatter Kulturmenüs

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe wird eine Ausstellung im Rahmen des biennal stattfindenden Bad Cannstatter Kulturmenüs sein. Auf dieser Veranstaltung präsentieren Kulturschaffende ihre Arbeit im Rahmen eines eintägigen Festivals und bespielen Orte im ganzen Stadtgebiet.

Die Urban Sketchers Stuttgart haben dazu großzügigerweise einen Veranstaltungsraum der „Kulturinsel“ zur Verfügung gestellt bekommen. Ausgestellt werden die Skizzen und Zeichnungen der georgischen Gäste sowie die der Stuttgarter Teilnehmer an der Sketch-Crawls.

 

Teilnehmer/Participants

Tiflis/Tbilisi:
Archil Kordzaia, Dato Tchanturidze, Daviti Kukhalashvili, Lali Pertenava, Lele Maisuradze, Mariam Giguashvili, Natia Gogritchiani, Tamar Botchorishvili, Tamari Khmiadashvili, Vakhtang Jorkoshvili.

Stuttgart:
Barbara Schönian, Heiko Fischer, Karin Hinterleitner, Martin Zentner, Thomas Bickelhaupt, Ulrike Bohnet, Uta Weyrich und die Urban Sketchers Stuttgart.

 

Finanzierung und Partner

Unterstützt wird das Projekt von

 

 

Sponsoren

Vorgeschichte

Im Mai 2016 hatte ein Gruppe von Stuttgarter Zeichnern die Gelegenheit, zusammen mit Partnern in Georgien an einem vom Goethe-Institut, dem Deutschen Internationalen Volkshochschulverband, dem Swiss Corporation Office und dem Eastern Partnership Arts and Culture Council geförderten Projekt in Tiflis und Bolnissi teilzunehmen. Hintergrund für eine Reihe von Veranstaltungen waren Fragen, die sich durch die derzeit sehr dynamische Stadtentwicklung in Tiflis für die Zivilgesellschaft ergeben: welche Möglichkeiten der Teilhabe an der städtebaulichen Entwicklung gibt es und sollte es geben, wie lässt sich in der Bevölkerung das Bewusstsein für Denkmalschutz und kulturelles Erbe ausbauen, wie kann eine Diskussion über den Umgang mit architektonischem Erbe der Sowjetzeit angeregt werden? Grundidee des Konzepts war dabei, Urban Sketching als Werkzeug der Vernetzung und Bewusstmachung einzusetzen. Es fanden eine Reihe offener Zeichen-Workshops (sogenannte „Sketchcrawls“) in Bolnissi und Tiflis statt, die von Talks und/oder Führungen zu Themen der Stadtentwicklung begleitet wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt bildete der Besuch „schwäbischer“ Dörfer im Südkaukasus. 1807 kam es zu einer Auswanderungswelle von schwäbischen Bürgern, die in Georgiern Dörfer gründeten. Die Geschichte der deutschen Minderheit in Georgien spannt sich bis zu den Deportationen der Bevölkerung nach Kasachstan unter Stalin und ist ein spannendes Kapitel deutsch-georgischer Kulturgeschichte. Immer noch künden architektonische Zeugnisse von ihr, die wir zeichnend mit unseren georgischen Kollegen dokumentiert haben. Zu unserer Verblüffung hatten wir sogar das Glück, bei unserem Aufenthalt von zwei alten Damen auf schwäbisch angesprochen zu werden! Das 200jährige Jubiläum der Auswanderung in diesem Jahr wird auch von der Evangelischen Landeskirche in Form eines eintägigen Symposiums aufgegriffen werden, bei dem wir vorhaben mit unseren Gästen teilzunehmen. Mehr dazu unter Programm.

Die breite Resonanz, die das Projekt in Georgien in den Medien hatte, belegt seinen Erfolg und das Interesse, auf das es in der Öffentlichkeit stieß. Auch der SWR begleitete die Stuttgarter Gruppe in Tiflis und berichtete ausführlich über das Projekt im Kulturformat „Kunscht“ (Link zur Mediathek unten).

 

Kontaktdaten und Links:

Heiko Fischer
Böblinger Straße 12b
70178 Stuttgart
Germany

0049 179 7486930
urban.sketchers.stuttgart@gmail.com

 

 

 

Die Stuttgarter Urban Sketching Gruppe:

Urban Sketchers Stuttgart auf facebook:

https://www.facebook.com/groups/stusk/

Urban Sketchers Stuttgart auf flickr:

https://www.flickr.com/groups/urbansketch_stuttgart/

 

Bericht des SWR über das Projekt 2016

http://www.swr.de/kunscht/urban-sketchers/-/id=12539036/did=17308614/nid=12539036/oz5yr1/index.html

 

Ankündigung des Projekts auf der Homepage der VHS

http://www.vhs-stuttgart.de/index.php?id=43&kathaupt=11&knr=171-08500&knradd=171-08500

 

Urban Sketchers allgemein:

http://www.urbansketchers.org/

https://en.wikipedia.org/wiki/Urban_Sketchers

 

 

Realisation Website:
Hinterleitner Design – Internetagentur Stuttgart